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Was ist neu in Odoo 20? Neue Tools für Zusammenarbeit und Projektsteuerung

Unsere Tour durch die Odoo 20 Roadmap geht in die dritte Runde. Erfahre alles über lang ersehnte Funktionen in der Team-Kommunikation, enorme Erleichterungen im Kalender und strategische Updates für die Projektsteuerung sowie den Außendienst.
15. Juni 2026 durch
Was ist neu in Odoo 20? Neue Tools für Zusammenarbeit und Projektsteuerung
rivecon GmbH, Nadja David

Weiter geht’s mit der Odoo 20 Roadmap – und die Liste der Neuerungen reißt einfach nicht ab! Bis zum großen Release Ende September dauert es zwar noch ein bisschen, aber die angekündigten Meilensteine haben es in sich. Zumal Odoo zur Veröffentlichung meistens noch ein paar Überraschungen im Ärmel hat, die noch gar nicht in der Roadmap auftauchen. Heute, im dritten Teil unserer Serie, konzentrieren wir uns auf die neuen Werkzeuge für die Zusammenarbeit im Team und deine Projektsteuerung.


Fortschritte im Dashboard und der Team-Kommunikation

Im Bereich der Dashboards wird eine wichtige Ergänzung eingeführt: der Periodenvergleich. Künftig lassen sich Werte bestimmter Zeiträume direkt mit der Vorperiode vergleichen. Das vereinfacht die Analyse der eigenen Unternehmenskennzahlen erheblich.

In der Kommunikations-App (Discuss) wird eine Abstimmungsfunktion integriert. Damit lassen sich einfache Umfragen im Team direkt im Chat erstellen. Ein echter Gamechanger für viele Unternehmen und Partner ist zudem die neue Aufzeichnungsfunktion (Recording) für Videokonferenzen. Da dieses Feature bisher fehlte, mussten viele Nutzer auf externe Tools wie Google Meet oder Microsoft Teams ausweichen. Mit der integrierten Aufnahme und flexiblen Fenster-Layouts für Video-Anrufe wird die interne Anwendung nun zu einer vollwertigen Alternative.

Erweiterte Funktionen für Kalender und digitale Unterschriften

Die Unterschriften-App (Sign) erhält ein umfassendes Update mit 40 neuen Lokalisierungen, der Unterstützung von 30 Ländern und einem verbesserten Support für mobile Endgeräte. Ein zentraler Punkt für den deutschen Markt ist die erweiterte Integration des Identitätsanbieters „Itsme“, der nun auch in Deutschland genutzt werden kann. Dadurch lässt sich die Identität der Unterzeichner rechtssicher prüfen, wodurch teure Drittanbieter wie DocuSign in den meisten Fällen überflüssig werden. Zudem können ausgefüllte Formulardaten künftig gesammelt in eine Tabellenkalkulation – wie das systemeigene Spreadsheet oder nach Excel – exportiert werden, was die manuelle Datenübertragung bei großen Mengen komplett einspart.

Auch der Kalender wird deutlich mächtiger:

  • Arbeitsorte synchronisieren: Homeoffice, Bürozeiten oder Einsätze in verschiedenen Ländern und Arbeitsplätzen werden direkt visuell im Kalender dargestellt.

  • Mehrere eigene Kalender: Anwender können künftig mehrere persönliche Kalender im System anlegen, diese flexibel mit dem Team teilen oder privat halten.

  • Smarte Event-Erstellung: Wenn du im Betreff eines neuen Termins beispielsweise „12 Uhr Meeting mit Max“ einträgst, erkennt das System die Zeit automatisch und setzt das Event direkt auf die korrekte Uhrzeit.

  • Flexible Terminplanung: Die Buchungsseiten für freie Termine werden flexibler. Statt eines starren Rasters wandern die freien Slots in eine Kalenderansicht, in der sich Zeitfenster einfach verschieben, vergrößern oder verkleinern lassen. Auch die Verknüpfung mit freigegebenen Kalendern anderer Personen wird erleichtert.

Effizienzgewinne im Projektmanagement und Außendienst

Im Projektmanagement werden die Auswertungen massiv verbessert. Aktuelle sowie projektierte Erträge, Margen, Kalkulationen und Budgets werden künftig in einer einzigen, übersichtlichen Ansicht zusammengeführt. Das mühsame Zusammensuchen von Daten aus verschiedenen Ecken des Systems entfällt.

Für den Außendienst (Field Service) werden die Eigenschaftsfelder für die Arbeitsblätter (Worksheets) erweitert, um Defekte, Seriennummern oder Unterschriften beim Kunden noch detaillierter zu erfassen. Die Einsatzplanung profitiert von einer neuen Gantt-Ansicht, welche die Fahrzeiten der Mitarbeiter direkt abbildet. Die dazugehörige Kartenansicht (Map-View) erhält eine echte Routenoptimierung, statt Routen und Positionen nur stumpf anzuzeigen. Eine Live-Map zur Standortbestimmung der Techniker sowie optimierte Optionen für die Materialzuordnung runden das Update ab.

Neuerungen für Restaurant-Buchungen und den Point of Sale

Im Point of Sale (POS) gibt es spezifische Updates für die Gastronomie (Hospitality). Tischbuchungen und Reservierungen werden künftig wie Kalendertermine behandelt und direkt mit dem Point of Sale sowie dem Raumplan (Floorplan) verknüpft. So lässt sich schon bei der Buchung festlegen, ob Gäste an der Bar, auf der Terrasse oder an bestimmten Tischen sitzen. Der Raumplan-Editor wird zudem so vereinfacht, dass Anwender ihre Grundrisse mit runden, quadratischen oder rechteckigen Tischen selbst skalieren, farblich markieren und einzeichnen können – ganz ohne die Hilfe eines Technikers.

Hinweis zu HR und Payroll: Die ebenfalls angekündigten Neuerungen im Bereich der Personal- und Lohnbuchhaltung klingen zwar spannend, sind jedoch für den deutschen Markt weiterhin nicht lokalisiert. Da wichtige Schnittstellen zu Krankenkassen, Sozialversicherungen und Finanzämtern fehlen, bleibt diese Anwendung für Unternehmen in Deutschland vorerst nicht relevant.

Im Video Schritt für Schritt erklärt

Damit du dir das Ganze live ansehen kannst, haben wir die wichtigsten Neuerungen in einem Video zusammengefasst. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie die Updates in der Praxis aussehen und welche Funktionen dir im Alltag die meiste Zeit einsparen.



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